Pressemitteilung: 30 Milliarden Euro für Aufrüstung in NRW sind kein Grund zur Freude
Die Bundestagsabgeordnete der Linken Lea Reisner äußert scharfe Kritik am massiven Ausbau der Rüstungsindustrie in Nordrhein-Westfalen. „Es ist ein perverser Witz, dass ausgerechnet am Vorabend des Antikriegstags Rheinmetall ankündigt, Neuss zum zweiten Produktionsstandort in NRW zu machen und dazu 250 Millionen Euro zu investieren“, so die Kölnerin. Der Konzern gehöre zu den Gewinnern von Kriegsführung und Aufrüstung weltweit.
„Dass Rheinmetall in den kommenden sechs Jahren 30 Milliarden Euro hier investieren will, bereitet mir große Sorge“, so Reisner weiter: „Aktionäre verdienen prächtig daran, dass vor unserer Haustür immer mehr Tötungsmaschinen gebaut werden.“ Dass mit Mona Neubaur ausgerechnet eine grüne Wirtschaftsministerin diese Entwicklung forciere, komme einem politischen Totalbankrott gleich. „Anstatt für die vielen Zulieferbetriebe in NRW einen Umstieg auf umweltfreundliche Industriegüter zu ermöglichen, werden sie jetzt von der Rüstungsproduktion abhängig.“ Reisner begrüßt in diesem Zusammenhang das am 1. September startende „Rheinmetall entwaffnen!“-Protestcamp in Köln. „Wir brauchen mehr denn je ein Zeichen gegen Aufrüstung, Militarisierung und ‘Kriegsfähigkeit’!
