Das von externem Berater und der Verwaltung geplantes Großprojekt Cuno würde die Infrastruktur am Höing endgültig kollabieren lassen.
Die Pläne der Stadtverwaltung und externer Berater, die beiden maroden Cuno - Berufskollegs auf dem Sportplatz am Höing zu konzentrieren, stoßen auf berechtigten Widerstand. Ein solches Großprojekt würde die Infrastruktur im Viertel endgültig kollabieren lassen.
Sinnvoller und bürgernaher ist es, den Höingplatz unversiegelt zu lassen und stattdessen eine Lösung mit zwei getrennten Cuno-Standorten zu realisieren. Die klaren Argumente gegen die Zentralisierung am Höing und für die Zwei-Standorte - Variante:
1. Höingplatz muss im städtischen Hitzeplan geschützt bleiben. Der Sportplatz am Höing erfüllt eine wichtige Funktion für das Stadtklima. Er ist im Hitzeplan der Stadt Hagen verankert und darf auf keinen Fall durch Schulgebäude und/oder Sporthallen zubetoniert werden. Eine Versiegelung an dieser Stelle würde das Mikroklima im Viertel massiv verschlechtern. Um die Lebensqualität vor Ort zu sichern, muss der Höingplatz frei bleiben und die Schulen auf zwei Standorte verteilt werden.
2. Verkehrsaufkommen am Höing ist bereits komplett ausgelastet. Wer die Verkehrssituation rund um den Höing kennt, weiß, dass die Straßen schon jetzt zu den Stoßzeiten an ihre absoluten Belastungsgrenzen stoßen. Wenn künftig täglich Hunderte zusätzliche Schüler, Lehrkräfte und Zubringerbusse hierhin strömen, droht dem gesamten Viertel der Verkehrskollaps. Ein Neubau dieser Größenordnung gehört nicht in ein ohnehin stark belastetes Wohngebiet.
3. Akute Parkplatznot der Anwohner wird unerträglich und die Suche nach einem Parkplatz ist für die Anwohner im Quartier bereits heute ein täglicher Kampf. Ein gebündelter Großstandort für beide Berufskollegs würde die Situation dramatisch verschärfen. Zusätzliches Personal und Besucher würden den letzten freien Raum blockieren.
Die Interessen der Menschen, die hier leben und auf Parkmöglichkeiten angewiesen sind, müssen endlich Vorrang haben! Die Aufteilung auf zwei Standorte schont das Viertel. Die Cuno-Schulen brauchen dringend eine moderne und sichere Perspektive.
Aber das darf nicht zulasten der Anwohner am Höing gehen. Die Aufteilung auf zwei andere separate Standorte – wie es die geprüften Alternativen vorsehen – entlastet den Verkehr, schützt den Höingplatz vor der Versiegelung und reduziert nicht noch mehr den Parkraum in der Nachbarschaft. Weiter muss mit einem zweiten Gutachten geprüft werden ob der Bestand der alten Cuno - Schulen auch aus Sicht der Ökologie nicht besser saniert werden sollten. Das billigste ist nicht immer das Beste. Auch dies sollte bei Investitionen trotz Geldmangel beachtet werden.
Rüdiger Hentschel
Ratsgruppe Die Linke
